Schulentwicklung

Im Jahr 2017 hat die Schulentwicklung des Pascal-Gymnasiums einen neuen Weg eingeschlagen.
Gemeinsam haben Schülerschaft, Eltern und Kollegium ein Modell ins Leben gerufen, das die Schulentwicklungsprozesse organisiert und strukturiert und ihnen dadurch zu einer gelungenen Umsetzung verhelfen soll. Dabei stehen besonders die Gesundheitsförderung und Prävention im Mittelpunkt.

Wir freuen uns sehr, dass dieses Konzept in diesem Jahr mit dem Schulentwicklungspreis “Gute gesunde Schule 2020” ausgezeichnet wurde.

Zentrales Prinzip des Entwicklungsmodells ist die Partizipation von Schüler*innen, Eltern und Kollegium an der Schulentwicklung.

Im Laufe eines dreijährigen Schulentwicklungszyklus geschieht dies zunächst durch die Ermittlung von aktuellen Entwicklungsfeldern der Schule in umfassenden Umfragen zu Aspekten der Schulqualität unter allen Akteuren. Die Ergebnisse der Umfrage werden durch die Steuergruppe ausgewertet und anschließend aus den Ergebnissen Entwicklungsfelder abgeleitet, welche die zentralen Themen der Schulentwicklung der folgenden drei Jahre darstellen. Gemeinsam mit Eltern und Schülerschaft wird ein Prozesstitel festgelegt, der die Funktion einer kommunikativen Leitidee erfüllt und dabei sowohl für Orientierung nach innen als auch nach außen sorgen soll. So trägt der seit 2017 in Gang befindliche Schulentwicklungsprozess den Prozesstitel “gemeinsam2020“, was sowohl auf die Inhalte (s.u.) als auch auf die partizipationsorientierte Grundausrichtung des Schulentwicklungsprozesses hindeutet.

Die Umfrage im Jahr 2017 – eine Mischung aus offenen und geschlossenen Antwortformaten – förderte drei große Entwicklungsfelder zu Tage, die für unseren Schulentwicklungsprozess seitdem handlungsleitend waren: Gesundheit, positive Identifikation mit der Schule und das Miteinander. In Zusammenarbeit mit allen Gremien am Pascal-Gymnasium wurde daraus unsere Leitidee gemeinsam 2020 entwickelt.

Um einige unserer Ergebnisse der Schulentwicklung seit 2017 aus den Bereichen Miteinander (2. Säule) und Identifikation (1. Säule) aufzuzeigen, hier nun ein paar Beispiele:

  • Seit 2017 trägt unsere Schule das Label “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Das gemeinsame Bekenntnis der gesamten Schülerschaft und des Kollegiums für Gleichbehandlung aller, für Vielfalt und Solidarität hat zu zahlreichen Aktionen und Thementagen in der Schule geführt.
  • Einführung eines Pascal-T-Shirts, welches individualisiert mit Aufdruck des eigenen Namens für alle Schüler*innen erhältlich ist.
  • Einführung der Vollversammlung Prix Pascal. In besonderem Maße beantwortete die auswärts verlebte Großveranstaltung den allseitigen Wunsch nach einer identitätsstiftenden gemeinsamen Aktivität aller Pascaler*innen. Hierbei standen die Wertschätzung sozialen Engagements vor den Augen der versammelten Schüler- und Lehrerschaft sowie das Erleben des Miteinanders im Mittelpunkt.
  • Neuplanung der SV-Partys durch die SV, welche neben einer Wiederaufnahme der Mittelstufenpartys auch einen weiteren Partytermin für die Erprobungsstufe mit sich brachte.

Die Steuergruppe wird alle drei Jahre vom Kollegium neu gewählt und ist fester Bestandteil der Schulentwicklung. Sie koordiniert und strukturiert die Schulentwicklung in Zusammenarbeit mit allen Akteuren des Pascal-Gymnasiums. Die Qualitätssicherung unserer Arbeit erfolgt in einem wiederkehrenden Schulentwicklungsmodell. Aus den Ergebnissen einer dreijährig wiederkehrenden Umfrage werden Entwicklungsziele für die kommende Legislaturperiode abgeleitet, die in den Gremien der Schule diskutiert, priorisiert und am Ende auch entschieden werden.

Zum Abschluss des dreijährigen Entwicklungszyklus folgt die nächste Umfrage unter allen Akteuren der Schulgemeinschaft, in welcher der zurückliegende Prozess evaluiert und zugleich Entwicklungsfelder für einen neuen Schulentwicklungszyklus ermittelt werden.

Das Ziel des Entwicklungsmodells ist es damit, das Pascal-Gymnasium zu einer dynamischen, wandlungsfähigen und auf Weiterentwicklung ausgerichteten Schule zu stärken. Die Schule ist dadurch in der Lage, flexibel auf sich wandelnde Anforderungen und Bedürfnisse von Gesellschaft und Schulgemeinschaft zu reagieren und dadurch für eine stetige Verbesserung ihrer Qualität zu sorgen.

Das Schulentwicklungsmodell selbst ist damit zentrale Grundlage für die Identifikation, das Wohlbefinden und die Zufriedenheit der Schulgemeinschaft, was die psychosoziale Gesundheit und damit die Leistungsfähigkeit aller Lernenden und Lehrenden positiv beeinflusst. Diese Wechselwirkung zwischen gesundheitsvorsorge- und präventionsorientierter Schulentwicklung einerseits sowie der Erhaltung und Förderung der Gesundheit aller Beteiligten andererseits ist der Schulgemeinschaft bewusst und daher durch einen Beschluss fest im Schulprogramm verankert worden.