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„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, zitiert Gunter Demnig, Begründer der Initiative Stolpersteine, den Talmud.

Um dem Vergessen entgegenzuwirken und für das Erinnern ein Zeichen zu setzen, entschieden sich die Schülerinnen und Schüler des Grundkurses Geschichte bilingual (Q2) bewusst, die Pflege der Stolpersteine an den Westfälischen Landeskrankenanstalten zu übernehmen. Sie nahmen damit an der stadtweiten Aktion teil, die mittlerweile die Reinigung von über 100 Stolpersteinen umfasst.

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Durch die Pflege der verwitterten Steine traten die Namen der Opfer wieder hervor. Es sind Patienten der ehemaligen Heilanstalt Marienthal, die auf Heilung und Pflege hofften, in Wahrheit aber in Vernichtungslager abtransportiert worden sind. Der Geschichtskurs gedachte ihnen mit einer Schweigeminute und der Niederlegung einer Rose.

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Terminiert ist die „Aktion Stolpersteine“ jährlich um den 9. November. Sie nimmt damit Rekurs auf die Reichspogromnacht vom 9. November 1938, in der es zu massiven Ausschreitungen gegen Synagogen, jüdische Geschäfte und Bürger kam und in deren Folge etwa 30.000 Juden inhaftiert und deportiert wurden.