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Kaum ein anderes Datum hat die deutsche Geschichte so geprägt wie der 9. November. So auch der 9. November 1938. Hier kam es in der sogenannten Pogromnacht zu massiven Ausschreitungen gegen Synagogen, jüdische Geschäfte und Bürger. In der Folge wurden etwa 30.000 Juden inhaftiert und deportiert.

Den Schrecken dieses Ereignisses gedachten die Schülerinnen und Schüler des Grundkurses Geschichte (EF) unter der Leitung von Lea Hasenbein im Rahmen der stadtweiten „Aktion Stolpersteine“: sie übernahmen die diesjährige Reinigung und Pflege der Stolpersteine an den Westfälischen Landeskrankenanstalten.

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Damit erinnerten die Schülerinnen und Schüler jenen Patienten der ehemaligen Heilanstalt Marienthal, die auf Heilung und Pflege hofften, in Wahrheit aber in Vernichtungslager abtransportiert worden sind. Das Engagement des Kurses war vom Willen geprägt, sich bewusst mit dem Thema „Judenverfolgung“ auseinandersetzen und gegen das „Vergessen“ aktiv werden zu wollen.

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Die Stolpersteine stellen das größte dezentrale Mahnmal der Welt dar. In Münster sind bereits über 100 Stolpersteine verlegt worden, in der Regel an ehemaligen Wohnsitzen der Opfer des Nationalsozialismus. In den Stein sind der Name, das Geburts- und Sterbedatum und der Sterbeort der Opfer eingelassen. (-HN-)