Drei Tage lang hat der Biologie Leistungskurs (Q2) unter der Leitung von Herrn Bindewald am Heiligen Meer eine sowohl erlebnis- als auch lehrreiche Exkursion rund um das Thema Wasser als Lebensraum bestritten. Hier ein ausführlicher Bericht von Andra Krogmann:...

Als wir zum ersten Mal hörten, es gehe zum Heiligen Meer, haben wir wohl alle an ein entferntes Land oder zumindest an Jerusalem gedacht. Dass es sich dabei allerdings um drei natürlich entstandene Seen bei Hopsten in der Nähe von Ibbenbüren handelt, das hätte wohl niemand vermutet. Heilig sind diese Seen zwar nicht unbedingt, aber als etwas ganz Besonderes lassen sie sich trotzdem beschreiben. Zum einen sind sie nämlich durch einen Erdfall, also ohne jeglichen menschlichen Einfluss entstanden und zum anderen teilweise sogar schon bis zu 1000 Jahre alt. Damit verbunden sind spannende ökologische Eigenschaften, die wir, der Biologie Leistungskurs der Q2 unter der Leitung von Herrn Bindewald, uns natürlich nicht entgehen lassen konnten.

Montagmorgen fuhren wir zur „Außenstelle Heiliges Meer“ des Westfälischen Museums für Naturkunde. Dort angekommen, wurde uns zunächst die Unterkunft, eine Art Jugendherberge, gezeigt und kurze Zeit später im Kursraum etwas über die Entstehung der Seen beigebracht. Gleich danach schlüpften wir in unsere teils nagelneuen Gummistiefel, um uns, bevor es nach dem Mittagessen richtig losging, einen kleinen Überblick zu verschaffen. Trotz der verschollenen Bestellliste für den Caterer konnte uns dieser binnen weniger Minuten noch etwas Leckeres zaubern, sodass wir gestärkt den Rundgang im Gelände antreten konnten. Dabei wurde nicht nur unsere Baumkunde mal wieder aufgefrischt, wir verliebten uns auch sofort in die dort lebenden Muffelschnucken. Aber zu Herrn Bindewalds Freude kreuzte auch ein kleiner Frosch unseren Weg. Den hatte ein Schüler entdeckt, als wir die Heide retteten, indem wir fleißig das darum wachsende Moos pflückten. 5.000 Euro Strafe hätte uns geblüht, wäre es nicht für den guten Zweck gewesen! Das hatte uns der eine Sondergenehmigung besitzende Führer mehrmals deutlich gemacht. Nach der vierstündigen Führung ließen wir den Abend mit Tee, einer gemütlichen Spielrunde und kunstvollen Stunden für die Gestaltung unserer Seite im traditionellen Gästebuch ausklingen.

Unseren zweiten Tag verbrachten wir hauptsächlich auf dem Wasser. In den zwei vollbesetzten Ruderbooten konnten unsere Ruderer endlich einmal zeigen, was sie können. Aber auch die anderen Schüler zeigten körperlichen Einsatz. So pustete eine Schülerin in den Stiel der Schwimmblattpflanzen um den Sauerstofftransport zu verdeutlichen und als es darum ging eine Muschel aus dem Wasser in Ufernähe zu fischen, hingen nicht nur alle Köpfe über dem Wasser, sondern auch der ein oder andere Arm samt Pulli im See. Außerdem wurden Wasserproben aus dem See entnommen, die wir später im Kursraum untersuchten und mit den Ergebnissen ein Vertikalprofil des großen Heiligen Meer erstellten. Nach diesem ereignisreichen Tag machten wir uns abends auf den Weg nach Hopsten, um dort eine leckere Pizza zu genießen. Die guten zwei Stunden Hin- und Rückweg wurden genutzt, um sich besser kennen zu lernen und auch mal mit anderen Mitschülern aus dem Kurs zu quatschen.

Mittwoch folgte schon unser letzter Tag. Noch vor dem Frühstück wurden alle Taschen gepackt, sodass die am selbigen Morgen anreisenden Mitschüler aus dem Grundkurs ihre Zimmer beziehen konnten. Nach einem Kaffee und ein paar Kraftstullen waren auch alle wieder fit genug das frisch gefischte Plankton mit dem Mikroskop genauer unter die Lupe zu nehmen. Dreißig verschiedene Arten konnten wir in den Proben finden und bestimmen und machten damit nicht nur unseren Kursleiter stolz, sondern beeindruckten auch den Experten. Um 13 Uhr holte uns dann der Bus ab und brachte uns zurück in die Schule. Den Klausurstoff sollten wir nach dieser Exkursion besonders gut können, aber auch die Stunden, in denen wir nicht gelernt haben, werden uns wohl noch lange in Erinnerung bleiben.

Andra Krogmann, Q2

W I C H T I G

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